Schützen-Jubiläum 2012

Herzlichen Glückwunsch

 

 

 

 
 
 
 

50 Jahre

   
 

Als Neubürger zog Karl-Heinz Höynck 1962 von Düsseldorf - Benrath nach Hoisten. Schon früh hatten er und seine Frau Leni den Wunsch ein eigenes Haus mit einem kleinen Garten zu besitzen. Dies war damals für ihn in seiner Heimatstadt nicht erschwinglich, sodass er sich dem Umland zuwandt. 1960 las er dann erstmals von Hoisten und dem hier geplanten Neubaugebiet in der Zeitung. Nach einigen Schwierigkeiten verschiedenster Art war es 1962 dann endlich soweit, dass das neu errichtet, aber noch lange nicht fertige Haus in Hoisten bezogen werden konnte. Für Karl-Heinz Höynck war es von Anfang an klar, dass er als Neubürger den ersten Schritt unternehmen muss, um sich in die Dorfgemeinschaft einzubringen und zu integrieren. Klar war ihm auch, dass dies am einfachsten über eine Mitgliedschaft in einem Verein geht. Beim Möbelkauf beim ortsansässigen Schreiner kam man diesbezüglich ins Gespräch. Dieser schlug ihm zunächst den Sportverein vor. Da Karl-Heinz aber zuvor kein Fußball gespielt hatte, damals wurde nichts anderes von der DJK angeboten, wollte er dies mit über 30 auch nicht mehr anfangen. Dann kamen aus Sicht seines Ratgebers nur noch die Schützen in Betracht. „Es sei da gerade ein neuer Zug entstanden, der sich noch im Aufbau befände und in dem sich schon mehrere Neubürger gefunden hätte. Man könne da sicherlich den Kontakt herstellen.“

Keine acht Tage nach dem Einzug stand schon der damalige Hubertushauptmann Peter Lauhus (zu diesem Zeitpunkt waren die Hubertusschützen noch kein Corps) vor der Tür, stellte sich vor und lud ihn gleich zur nächsten Zugversammlung ein.

Bis dato hatte Karl-Heinz keinerlei Berührungspunkte mit dem Schützenwesen. Aufgrund seines Geburtsjahrganges waren ihm auch die Schrecken des Krieges als Soldat erspart geblieben und bei der Gründung der Bundeswehr war er bereits zu alt, um noch Wehrdienst zu leisten. Aufgrund dieser fehlenden Erfahrungen war er zunächst unentschlossen ob diesen Angebotes. Zur Erleichterung seiner Frau Leni wurde beteuert, dass die Hubertusschützen schwarze und keine weißen Hosen tragen. Sein aus Düsseldorf mit nach Hoisten gezogener Vater ermutigte Karl-Heinz sich zumindest die Sache einmal anzusehen und bereits wenige Tage später fand er sich im Kreise des 1. Hubertuszuges „In Treue fest“ wieder, in dem er auch gleich seine entgültige Schützenheimat fand.
Bei seinen Zugkameraden handelte es sich fast ausschließlich um Hoistener Neubürger, die hier neu gebaut hatten und sich eine neue Heimat schaffen wollten. Alle hatten ähnliche Nöte und Sorgen und schnell entstand eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützte und immer mit helfenden Händen parat stand. Hieraus bildete sich nicht nur eine Schützengemeinschaft, sondern Freundschaften, die bis zum heutigen Tage anhalten. Nicht um sonst schafften es diese Männer in Eigenleistung zweimal ein Vereinsheim zu errichten (das erste brannte ab) und waren die Keimzelle für eines der größten Corps in Hoisten.

In die Gemeinschaft aufgenommen, marschierte Karl-Heinz Höynck als einfacher Schütze in den Reihen seines Zuges „In Treue fest“. Seine Mitgliedschaft hatte er zunächst als einen Versuch angesehen, merkte dann aber sehr schnell, dass er hier bei den Richtigen war und er entwickelte sich in kürzester Zeit zu einem Vollblutschützen, was bis heute anhält. Er wollte sich einbringen. So übernahm er dann bereits 1967 die Aufgabe des Hubertusadjutanten. Dem in dem Jahr zum Major beförderten Peter Lauhus stand er als erstes zur Seite. Nach dessen Tod im Dezember 1971 unterstütze er von 1972 bis 1982 Ernst Reichl an der Spitze des Hubertuscorps. In seiner Zeit als Adjutant oblag ihm damit auch die Aufgaben als Schriftführer und Kassierers des Corps, was ihm als Einkaufsleiter und Prokurist nicht schwer fiel. Nachdem er dann für 10 Jahre wieder in die Reihen seines Zuges zurück gekehrt war, übernahm er ab 1992 als Zugführer des 1. Hubertuszuges „In Treue Fest“ das Amt des Hauptmannes.

Im Jahr 2000 marschierte sein Zug dann aus Altersgründen ein letztes mal aktiv über den Paradeplatz. Karl-Heinz Höynck gehörte da aber noch lange nicht zum alten Eisen und marschierte noch zwei weitere Jahre als Gast in den Reihen des Hubertuszuges „Waidmannsheil“. Auch wenn er heute nicht mehr aktiv mitmarschiert, ist er seinem Hubertuscorps und der Bruderschaft eng verbunden. So lässt er es sich nehmen, an allen Versammlungen des Corps und Bruderschaft teilzunehmen und ist auch heute noch ein guter und gern gesehener Ratgeber für die Führung des Hubertuscorps. Für sein Engagement um das Schützenwesen wurde er mit dem Verdienstorden des Hubertuscorps und 1982 mit dem Silbernen Verdienstkreuz ausgezeichnet.

Wie sehr er Hoisten und den hiesigen Schützen verbunden ist, mag man auch daran erkennen, dass er zwar 1976 nach Rosellerheide gezogen ist, nie aber auch nur einen Gedanken daran verschwendet hat, seine Mitgliedschaft oder sein Engagement in Hoisten einzuschränken oder gar aufzugeben. Vielmehr musste seine Frau Leni besonders an den Schützenfesttagen „Vielfahrerkilometer“ sammeln und ihn mehrfach am Tag zwischen Wohnort und Heimatort hin und her fahren, um nur immer adrett und pünktlich zum Antreten da zu sein. Auch wenn er 19 Jahr lang im Zug „Junge Freunde“ der Schützengilde in Neuss mitmarschiert ist, hat er den für ihn wahren Schützengeist einzig in Hoisten im Kreise seines Zuges, seines Corps und seiner Bruderschaft gefunden.

 
   
   
 
 
   

50 Jahre

   
 

Der 67- jährige Unruheständler Jakob Mausberg, ist ein sehr rühriges Mitglied der Hubertuszuges Waidmannsdank. Seine Schützenlaufbahn begann er 1962 im Jägerkorps der St. Sebastianus Schützenbruderschaft in Hülchrath. 1978 wechselte er dann in das Hubertuszug Waidmanns Heil. Im Jahr 2001 gründete er mit einigen Gleichgesinnt seinen heutigen Zug „Waidmannsdank“, in dem er die Funktion des Spieß inne hat. Durch seine ruhige Hand und scharfes Auge beim Schießen konnte der Zug zu seinem 10-jährigen Jubiläum den Corpskönig stellen.

Jakob Mausberg ist in Hoisten aber nicht nur durch seine lange Schützenlaufbahn bekannt. So hütete er viele Jahr das Tor der 1. Mannschaft der DJK Germania Hoisten und ist sozusagen eine Hoistener Torwartlegende.

Da er einen großen Teil seiner als Ruheständler großzügig bemessenen Freizeit unter der südlichen Sonne Spaniens verbringt, brachte dies ihm den Spitznamen „Der Spanier“ ein.

 

 
         
 
 
   

50 Jahre

   
 

Seine Schützenlaufbahn begann Friedrich Wilhelm (Friedhelm) Lutter bei den Tellschützen. 1967 gründete er dann mit einigen Gleichgesinnten den Hubertuszug „Edelweis“, wechselte dann aber 1972 in den Jägerzug „Volles Horn“, in dem er auch das Amt des Zugführers bekleidete. Seine endgültige Schützenheimat fand der leidenschaftliche Schützenbruder 1987 schließlich im Hubertuszug „Waidmannsheil“. Nachdem er 1996 die Würde des Hubertuskönigs errang, wurde er im Jahr 1999 Schützenkönig der Hoistener Bruderschaft und geleitete sie mit ins neue Jahrtausend. Im Jahr 2001 wurde sein Zug zum Hauptmannszug des Hubertuscorps gewählt und Friedhelm wurde als Hauptmann Mitglied des Corpsvorstandes. Dieses Amt bekleidete er bis zum Jahre 2009. Für seine Verdienste um das Schützenwesen wurde er im Jahr 2000 mit dem Silbernen Verdienstkreuz und 2009 mit dem Verdienstorden des Hubertuscorps ausgezeichnet.

 
 
 
   

40 Jahre

   
 

Ulli Weber fand über das Fußballspielen seinen Weg nach Hoisten. 1971 wechselte er von der TUS Reuschenberg zur DJK Germania nach Hoisten und spielte viele Jahre in der 1. Fußballmannschaft. Im Jahr darauf trat er in den Hubertusschützenzug „Waidmannsheil“ ein. Dies war damals erst der zweite Hubertuszug im Hoistener Regiment. Bis heute blieb Ulli Weber diesem Schützenzug treu. Von 1977 bis 1982 war er Spieß seines Schützenzuges und es gelang ihm, insgesamt sechs Mal die Würde des Zugkönigs zu erringen. 1991 wurde er König des Hubertuscorps Hoisten. Dieses Corps war ihm immer besonders wichtig. So war er rund zwei Jahrzehnte lang Adjutant und Corpskassierer unter Hubertusmajor Hans Willi Wankum. In dieser Zeit half er tatkräftig mit, das Hubertuscorps Hoisten zu seiner heutigen Bedeutung zu entwickeln. Hierfür wurde er zum Ehrenadjutanten des Corps gewählt und zum 50 jährigen Jubiläum des Hubertuscorps wurde er mit der Corpsehrennadel ausgezeichnet. Die St. Hubertus-Schützenbruderschaft Hoisten verlieh Ulli Weber das Silberne Verdienstkreuz sowie den Hohen Bruderschaftsorden und wählte ihn 2010 zu ihrem Ehrenmitglied. Sein Einsatz für Andere reicht aber über das Schützenwesen hinaus. Seit dreißig Jahren setzt er sich im Umfeld der überregionalen Düsseldorfer Sehbehindertenschule für blinde Kinder im Vorschulalter und für sehbehinderte Kinder und Jugendliche ein. Für diese ehrenamtliche Tätigkeit und besonders für seine Mithilfe am Aufbau eines Sehhilfezentrums wurde ihm 2001 das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. In seiner Freizeit beschäftigt sich Ulli gerne mit dem Organisieren privater Selbstfahrerreisen durch sein Traumland Namibia im südlichen Afrika.

 

 
 
 
   

25 Jahre

   
 

Walter Schapers Wege führten bereits 1983 nach Hoisten. Er trainierte damals die 2. Fußballmannschaft der DJK Germania Hoisten. In den folgenden Jahren trainierte er auch Jugendmannschaften und wurde sogar Jugendleiter des Vereins. 1987 trat er in den Hubertusschützenzug Waidmannheil ein und ist dort bis heute zu Hause. In diesem Schützenzug wurde er zwei Mal Zugkönig. Seit 1995 sorgt er als Spieß für Recht und Ordnung. Auf Grund seiner Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft erfreut er sich in den Reihen seiner Schützenbrüder größter Beliebtheit. Seine Schützenlaufbahn begann aber bereits 1977 im Nachbarort Weckhoven. Dort ist er immer noch aktiver Schütze im Grenadierzug »Jung blüh auf« und als Leutnant in verantwortlicher Tätigkeit. Heute muss er aber aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzer treten und versucht, sich als begeisterter Fahrradfahrer für seine Schützenaufgaben fit zu halten.